Eine Karte zu jeder Zeit: Verteidigungshaltung
| By Ryan O'Connor |
| 1/24/2007 |
Nun nach nunmehr drei Monaten in dieser Kolumne, sind wir nun endlich bei der letzten Klasse angekommen: dem Krieger. Ich habe oft versucht einige der verschiedenen Klassen ins Blickfeld zu rücken, wenn ich die anderen Artikel in dieser Reihe eingeleitet habe, und Krieger sind vermutlich die für die Leute am einfachsten zu verstehenden. Diese Jungs sind Bodenständig, die Helden, auf die sich die Leute verlassen, wenn Muskeln und Rücksichtslosigkeit wichtiger sind als weichliche Zauber und Fähigkeiten. Wenn ihr durch die Geschichten zurückblickt, die wir alle kennen, dann tendieren die Helden in diesen Geschichten dazu Krieger zu sein: die Ritter der Tafelrunde, die Sieben Samurai und so ziemlich jeder Superheld, der es einfach mag Leute zu schlagen. Das wesentliche das alle Krieger gemein haben ist, dass sie stark sind und wissen wie man kämpft.
Im World of Warcraft MMO haben die Krieger eine klar definierte Rolle. Im Gegensatz zu Klassen, die während eines Kampfes verschiedene Dinge tun können, haben die Krieger einen einzigen entscheidenden Job – sie gehen zu dem Bösen Jungen, hauen ihm eine und stellen sicher, dass er dabei bleibt sie zu schlagen. Das wird im MMO Slang häufig als „tanken“ bezeichnet, da der Krieger die volle Hitze des gegnerischen Angriffs abbekommen wird. Aber die massive Menge an Rüstung eines Kriegers, vereint mit seiner Möglichkeit große Mengen an Schaden auszuteilen, statten ihr für diese Rolle gut aus. Ebenso wie der Heiler, ist er wichtig für jede erfolgreiche Gruppe, den wenn er den Mob nicht beschäftigt halten kann, wird der Rest der Gruppe nicht in der Lage sein Effektiv zu arbeiten. Im Grunde genommen beschäftigt sich ein guter Krieger gleichermaßen mit Kontrolle und Aggression, was vielleicht für viele Spieler nicht offensichtlich ist, die denken ein Krieger wirft sich in die Schlacht und beginnt mit seinem Schwert um sich zu schlagen.
Wie gewöhnlich leistet das WoW Sammelkartenspiel einen guten Job, wenn es darum geht beim Spielen die Stimmung einer Klasse aus dem MMO einzufangen. Warrax und Gorebelly haben Zugriff auf die besten Waffen und Rüstungen die Spielern zur Verfügung stehen und um das zu vervollständigen haben sie einige der besten Kontrollkarten, die irgend einem Charakter zur Verfügung stehen. Als das Spiel herauskam meinte ein Freund zu mir, dass man natürlicherweise erwarten würde, dass der Krieger die aggressiveren Decks spielt und der Priester und Magier eher zur Kontrolle tendieren würden, aber in der Tat ist es genau anders herum. Der Direktschaden und die schnellen Kontrollkarten die den Softies zur Verfügung stehen, lassen sie besser durch eine Ansammlung schneller Charaktere begleitet werden, die ein Spiel schnell beschließen können, unterstützt durch den Geschwindigkeitsgewinn durch die effektiven Entfernungsmöglichkeiten. Krieger, auf der anderen Seite, haben Zugriff auf Rüstungen die ein großartiger Weg sind um Schaden aufzufangen und viele Karten, die dazu geeignet sind, gegnerische Offensiven auszubremsen. Eine meiner Liebslingskarten im Helden von Azeroth Set, Schildhieb, ist eines der besten Beispiele dafür, warum Krieger sich gut schlagen wenn es darum geht eine Kontrollstrategie zu spielen.
Für dieses Mal werde ich mich einen Schritt von den Talenten entfernen auf die wir uns bisher konzentriert haben. Ich denke es ist eine der interessantesten strategischen Variablen im Spiel, welche Haltungskarten man wählt.
Im MMO haben haben Krieger die Möglichkeit zwischen verschiedenen Haltungen zu wechseln; jede einzlene von ihnen verschafft unterschiedliche Modifikatoren dafür, wieviel Schaden ausgeteilt und wieviel Schaden eingesteckt wird. Im Sammelkartenspiel haben wir gerade die Wahl zwischen zwei Haltungen: Berserkerhaltung und Verteidigungshaltung. Die erste dieser beiden, Berserkerhaltung, funktioniert so ziemlich wie im Online Spiel. Es ist eine ziemlich rücksichtslose Strategie, die den Schaden den man austeilt erhöht, gleichzeitig aber auch den den man einsteckt. Da es zu leicht erscheint ein Deck zu brauen, das einfach nur eine Menge Schaden austeilt, werden wir uns hier der anderen Karte zuwenden, Verteidigungshaltung.
Verteidigungshaltung stößt eine Menge Leute ab, da es die Effektivität einiger anderer Karten verringert, die man üblicherweise benutzt um mit gegnerischen Charakteren fertig zu werden. Verwunden und Tödlicher Hieb, ebenso wie Waffen werden deutlich weniger Effektiv, wenn ihr im Verteidigungsmodus seid, also werdet ihr euch vermutlich alle wundern, warum ich in dieser Woche darüber spreche.
Einige Karten sind offensichtlich gut. Fury wird in Jäger Decks immer zu finden sein, weil es einfach nicht viel gibt, das man mit 5 Ressourcen machen könnte, dass besser wäre als das große Kätzchen. Andere Karten fallen in die Kategorie von Ruf der Totems; sie haben die Möglichkeit mächtig zu sein, aber es hängt von den Karten ab mit denen ihr sie umgebt. Verteidigungshaltung ist keine Starke Karte im eigentlichen Sinne. Warum? Weil es so viele Dinge gibt, die schief gehen können. Den Schaden zu verringern, der eurem Helden zugefügt wird ist ok und locker, aber was ist wenn sich der Gegner stattdessen einfach auf eure Verbündeten konzentriert? Wenn ihr dem Gegner die Möglichkeit gebt das zu tun, wird er sich einfach auf eure Verbündeten konzentrieren, bis er das Feld unter Kontrolle hat und dann auf euren Helden wechseln. Mit wenig anderem um euch zu helfen, werden sie kurzen Prozeß mit euch machen, sobald sie das Feld unter Kontrolle haben. Also, wie können wir das Feld in einer Art manipulieren, die sowohl mit einem Deck zusammenarbeitet und auch noch stark genug ist um als Strategie zu dienen ?
Eine dieser Antworten steht schon auf Verteidigungshaltung selber: Dein Held hat Beschützer. Ich sehe ein, dass das eine denkbar einfache Textzeile ist, aber es zeigt euch wirklich, was ihr tun wollen werdet. Wenn gegnerische Charaktere dafür bestraft werden, dass sie euren Helden angreifen, dann müsst ihr sie dazu bringen das zu tun. Eurem Helden Beschützer zu geben, ist eine viel beschränktere Form euren Gegner dazu zu bringen das zu tun als ihr wollt, aber das Hauptproblem mit Beschützer ist, dass ihr es nur einmal tun könnt. Sicher könntet ihr den einen oder anderen Trick mit Drachkin-Bedrohung versuchen, aber warum zu angestrengt nach etwas suchen, dass man sicherlich auch leichter hinbekommt.
Die Schatzkartenpackungen des Onyxias Hort Raid Decks geben uns, in Kombination mit den anderen Karten die wir vielleicht schon spielen um das Feld zu kontrollieren (Ansturm, Hinrichten, Spöttischer Schlag), mit Helm des Zorns eine Option in dieser Hinsicht. Die Schatzkartenpackungen bieten hier auch noch eine weitere Möglichkeit mit Dorn im Auge, der ein großartiger Weg ist die Aufmerksamkeit von „Solodin“ Decks auf sich zu ziehen, die nichts anderes in ihrem Deck spielen als einen einsamen Paladin. Diese Karten versorgen euch mit möglichen Strategien mit denen ihr einen Vorteil aus Verteidigungshaltung ziehen könnt, aber ich denke es gibt noch etwas effizienteres und wesentlich besser mißbrauchbares: Aus den Schatten.
Zuvor ist Aus den Schatten zusammen mit Wachposten Gwynn als eine Möglichkeit benutzt worden, Spieler aus dem Spiel auszuschließen. Wir könnten Wachposten Gwynn ebenfalls hinzufügen, aber ich denke das ist ein wenig überflüssig im Kombination mit Dingen wie Demoralisierender Ruf, die ohnehin ihren Weg in jedes Krieger Kontrolldeck finden werden. Stattdessen sollten wir, denke ich, einen Vorteil aus all den verschiedenen Rüstungen ziehen, die dem Krieger zur Verfügung stehen, anstelle einen Weichen Lock zu versuchen, wie es andere Decks tun. Schädelflammenschild, Drakonischer Deflector und Mauer der Toten sind alle erstrebenswert, durch ihre Interaktion mit Schildhieb, also werdet ihr euren Held bereits bis zum Hals mit Verteidigung ausrüsten.
Aus den Schatten wird euch die Möglichkeit geben Verbündete zu spielen, die vielleicht nicht die größen oder die schnellsten sind, aber die einen langfristigen Vorteil generieren werden. Normalerweise ist einer der größten Vorteile daran Unangreifbare Verbündete zu haben, der, dass man sie benutzen kann um Schaden auszuteilen, also etwas große Stücke der Gesundheit eures Gegners mit Latro Abiectus herauszuschneiden. Ein Deck das versuchen würde Angriffe auf euren Helden zu lenken, würde mehr Interesse daran haben, dass seine Verbündeten funktionieren wie Galahandra, Bewahrerin des stillen Hains. Plötzlich nicht mehr in der Lage eure Verbündeten anzugreifen und unfähig große Mengen von Schaden an euren Helden auszuteilen, und langsam dabei zusehend wie ihr langsam mit eurer wachsenden Armee von Verbündeten das Feld übernehmt , wird euer Gegner mit der Überlegung dastehen, wie er euch denn aus dem Spiel bekommen soll.
Die Verbündeten, die wir hinter Aus dem Schatten verstecken wollen, sollen atemberaubende Erschöpfungsfähigkeiten haben, die den Gegner vollkommen davon ausschließen, etwas produktives zu tun. Lhurg wäre eine großartige Unterstützung, denn mit Karten wie Ansturm und Galahandra bereits im Deck, fehlt es uns nicht an Möglichkeiten zu erschöpfen. Das versorgt uns auch mit einer Möglichkeit Hierophant Caydiem loszuwerden, bevor dieser anfängt Zerstörung in den Reihen unserer Verbündeten zu säen. Während ihr in der Lage seid den meisten Schaden zu verhindern, der möglicherweise eurem Helden zugefügt werden würde, werdet ihr trotzdem von Zeit zu Zeit ein wenig heilen müssen. Dafür könnt ihr Freya Lightsworn in Betracht ziehen, für große Mengen an Heilung, sobald das Decks zu arbeiten beginnt. Das könnte euch wiederum dazu bringen Acolyt Demia als eine Siegesmöglichkeit in Betracht zu ziehen. In der selben Funktion, nur mit größerer Tragweite könnte Seva Shdowdancer ihren Auftritt bekommen; in der Lage zu sein, für so viel zu heilen wie ihr Ressourcen aufbringen könnt, bietet einiges an Vielseitigkeit und gleichfalls die Möglichkeit euch auch aus den tiefsten Löchern zu ziehen. Kena Shadowbrand würde gut mit dem Heilaspekt dieser Strategie zusammenarbeiten, da es abseits von Quests wenige Möglichkeiten für einen Krieger gibt Karten zu ziehen. Das wesentliche daran ist, dass ihr im Auge behaltet, dass ihr euch auf eure Verbündeten als Siegbedingung verlasst. Die zuvor erwähnte Akolyt Demia, Hüter des Wissens Darian und König Magni Bronzebeard, werden euer Brot und Butter sein.
Waffen sind eine ganz andere Sache eingedeck eines Decks, dass um Verteidigunshaltung herum gebaut worden ist.Während ihr vielleicht einige Waffen habt, die einfach zu gut um sie nicht zu spielen (also etwa Krol Klinge), werdet ihr euch nicht in dem Mass auf Waffen konzentrieren, wie ihr es normalerweise in Kriegerdecks annehmen würdet. Wenn ihr dennoch darauf besteht es zu tun, könntet ihr die üblichen Waffen benutzen, zusammen mit einigen ausgewählten Verbündeten wie Galway Steamwhistle um euch bis zu einem Punkt aufzubauen, an dem ihr den Gegner mit einer Combo aus dem Spiel schlagen könnte, indem ihr Berserkerhaltung ausspielt um die Verteidigungshaltung zu ersetzen und einen massigen Batzen an Schaden auzuteilen. Das würde aber bedeuten viele der Verbündeten die ich erwähnt habe ziehen zu lassen, zugunsten eines Decks in dem sich alles findet, das ihr braucht.
Egal wie ihr euch fühlt, der einfachste Weg das Spiel zu beenden ist so lange zu überleben, bis die Rüstungen ins Spiel kommen! Wie bereits erwähnt, werden der Drakonische Deflektor und die anderen Schilde ihren Platz im Deck haben, also werdet ihr herausfinden müssen, welche davon ihr im Deck haben wollt. Ich denke nicht, dass Mauer der Toten besonders funktional sein wird (außer euch mit einer Möglichkeit zu versehen einen frühen Schildhieb zu spielen), besonders wenn ihr die Verbündeten arme Version des Decks spielt. Ich mag den Schädelflammenschild, weil es euren Gegner in eine Position bringt in der er euch möglicherweise nicht mehr angreifen kann, sobal Aus den Schatten das Spiel betritt. Sogar schon vorher könnt ihr einen Vorteil aus der Tatsache ziehen, dass Verteidigungshaltung euch mit Beschützer versieht und euren Gegner in eine Situation bringt, die es sehr unvorteilhaft für ihn macht euch anzugreifen. Echtsilberbrustplatte ist aus dem selben Grunde gut. Wenn ihr gegnerische Charaktere zwingt euch direkt anzugreifen, macht die Konsequenzen so schwerwiegend, dass euer Gegner weniger von dem Angriff hat als ihr. Was den Rest der Rüstung angeht, ist zum Beispiel Golemschädel-Helm eine einfache Entscheidung, aber ihr müßt auch aufpassen, wie viele Ausrüstungen ihr in jeden Rüstungs Platz bringt. Herods Schulter kann euch mit einer netten Mechanik versorgen, um im richtigen Moment genau die Ausrüstung zu finden die ihr braucht, aber unabhängig davon, wollt ihr nicht mehrere Rüstungen nacheinander ziehen, die in den Selben Platz passen. Wenn ihr darauf besteht viel Ausrüstung zu verwenden, stellt sicher dass ihr auch einen Rucksack aus Onyxias Haut benutzt, um die überflüssigen die ihr zieht in neues Kartenziehen zu verwandeln.
Verteidigungshaltung ist eine Karte die ein wenig Arbeit erfordert um sie spielbar zu machen, aber sie kann euch auch ein großartiger Weg sein um euch ins späte Spiel zu bringen. Ich wollte diese Karte im wesentlichen benutzen um zu zeigen, dass mit ein wenig Arbeit auch die gewöhnlichste Karte zu einem mächtigen Teil eines Decks werden kann. Selbst wenn ihr nicht denkt, dass Verteidigungshaltung eine großartige Karte ist, benutzt die Anmerkungen in diesem Artikel, wenn ihr versucht diese Karte einzuschätzen. Versucht zu lernen zwischen den Zeilen zu lesen und findet den Teil der Karte, der die Möglichkeit bietet gebrochen zu werden. Denkt über das Umfeld nach ein dem eine Karte gut sein würde und dann baut ein Deck das diesem Umfeld so gut wir möglich entspricht. Das ist der Weg auf dem die besten Decks entstehen, aber das ist auch der Weg auf dem einige der schlechtesten zustande kommen, also seid nicht enttäuscht, wenn einige Anläufe nicht funktionieren!
Ich werde in der nächsten Woche wieder zurück sein mit einer neuen Karte und da ich mir keine Sorgen mehr über die unterschiedlichen Klassen zu machen brauche, kann ich mit jeder Karte loslegen die uns in den Sinn kommt! Lasst mich in den Foren wissen, ob es irgend etwas gibt das ihr in den kommenden Artikeln sehen wollt und habt eine tolle Woche!
Ryan O’Connor spielt seit 12 Jahren TCGs. Das Ziel von eine Karte zu jeder Zeit ist es Spielern neue Ideen zu geben, wenn sie sich einzelne Karten für ihre neuesten Decks ansehen. Wenn er nicht gerade ein Deck mischt oder einen Artikel für eine Webseite schreibt, ist Ryan entweder in Mexiko am entspannen oder dabei die Welt von Azeroth im MMO zu erforschen!